
Endlich schmerzfrei skaten
Passform, Performance & Komfort
Erhalte mehr Komfort & eine bessere Passform beim Skaten.
Erfahre wie du deine schmerzenden Skates in komfortable, schmerzfreie und gut sitzende Schuhe umwandeln kannst.
Oft reicht schon eine minimale Veränderung – und aus einem drückenden oder nicht optimal sitzenden Skate wird ein komfortabler Schuh, den man am liebsten gar nicht mehr ausziehen würde.
Auch dann, wenn dir deine Skates nicht richtig passen, z.B. deine Ferse nach oben rutscht, wirst du hier womöglich die passende Lösung für dich finden.
So verbesserst du die Passform und das Tragegefühl in deinen Skates
Inhaltsverzeichnis
Ob beim Inlineskaten, Eislaufen oder Rollschuhlaufen – die perfekte Passform und ein hoher Komfort sind entscheidend für Spaß, Performance und auch für die Sicherheit.
Viele Skater wissen jedoch nicht, wie sie das volle Potenzial ihrer Skates ausschöpfen können. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Tragekomfort individuell zu verbessern oder gar komplett zu verändern.
Aus einem unbequemen, nicht richtig passenden oder schmerzhaft drückenden Skate kann dadurch ein gut passender und komfortabler Schuh werden.
Skates müssen auch nicht zwingend auf Anhieb passen, denn ein Austausch der Einlegesohle oder des Schockabsorbers kann bereits Wunder wirken.
Wir von SkaMiDan haben dir eine Vielzahl an Tipps und Lifehacks zusammengestellt, damit auch du endlich schmerzfrei und mit mindestens genauso viel Spaß wie wir skaten kannst.
1. Hast du die richtige Größe gewählt? So findest du sie!
Die Basis für einen gut sitzenden Skate ist natürlich die passende Größe (Länge und Breite). Viele Modelle fallen unterschiedlich aus – ein Größenvergleich mit der Mondopoint-Angabe, ein Blick in Größentabellen und in die Angaben zur Schuhbreite (bei uns in den Produktspezifikationen zu finden, sowie in der Filterung) helfen bei der Auswahl.
2. Schnürsenkel & Schnallen: Die richtige Schnürung kann viel bewirken!
Manchen schläft der Fuß ein, wenn ein Skate beim Spann zu eng ist oder sie haben zu wenig Halt, wenn der Fuß in anderen Bereichen zu viel Luft hat. Genau das lässt sich durch verschiedene Schnürtechniken und spezielle Schnallen lösen und schon hat das Krampfen ein Ende.
3. Socken und Footies – Sie entscheiden über den optimalen Halt und Komfort
Die Dicke und Polsterung deiner Socken kann die Kraftübertragung, die Kontrolle in einem Skate und auch den Komfort stark beeinflussen. Dünne Socken geben dir mehr Platz, wenn notwendig, dicke Socken füllen Leerstellen im Skate und sorgen für einen besseren Fit. Footies eliminieren die Reibung auf der Haut, verhindern Blasen, minimieren oder eliminieren Druckstellen und bieten dir einen zusätzlichen Halt im Fersenbereich.
4. Schockabsorber und Einlegesohlen – Gelenke schonen und die Fußposition verändern
Viele Skates besitzen herausnehmbare Schockabsorber unter der Ferse, die harte Landungen abfedern und die Gelenke schonen. Schockabsorber können ausgetauscht werden. Es gibt sie in unterschiedlichsten dicken und können schmerzenden Druckstellen an den Köcheln komplett eliminieren.
Auch mit hochwertigen Einlegesohlen kannst du die Passform verbessern, Druck verteilen oder Hohlfüße sowie Senkfüße besser unterstützen. Die falsche Einlegesohle kann zu krampfenden und einschlafenden Füßen führen.
5. Die Optionen deines Skates und dessen Eigenschaften nutzen
Einige Hardboots oder Liner lassen sich thermisch verformen (Heat Molding). Das bedeutet: Du kannst sie durch kontrolliertes Erhitzen gezielt an deinen Fuß anpassen. Auch das behutsame Ausfräsen oder Zuschneiden von störenden Stellen ist möglich (viele Skates sind genau hierfür absichtlich mit vorperforierten Teilen ausgestattet oder sind dafür gemacht, um an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden zu können).
Nutze diese Funktionen, denn dafür hast du bezahlt! Wenn bei deinem Skate möglich: Verändere die Position des Cuff, kürze die Schnallen und Riemen, wechsele Einzelteile aus, tausche Schockabsorber oder Einlegesohlen aus etc.
6. Liner austauschen oder anpassen – für mehr Kontrolle & Komfort
Gerade bei Modellen mit herausnehmbarem Innenschuh (Liner) kannst du mit dem Wechsel auf hochwertigere oder andere Modelle, welche besser zu deinem Fuß passen, viel erreichen. Marken wie MYFIT oder Intuition bieten passgenaue, formbare Liner für unterschiedliche Fußformen und Skatestile. Auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Passform, Polsterung und Funktion des Liners.
7. Fitting Parts – Feintuning mit Gel Pads, Heel Locks & Co.
Viele Marken bieten spezielles Zubehör für das individuelle Feintuning: Gel Pads gegen Druckstellen, Heel Locks zur Fixierung der Ferse, Size Adjuster zur Volumenanpassung oder Zehenkappen aus Neopren. Mit diesen kleinen Helfern kannst du deinen Skate wie einen Maßschuh an deinen Fuß anpassen.
So findest du die perfekte Größe deines Lieblingsskates
Hast du die richtige Größe gewählt? So findest du sie!
Die richtige Größe für deinen Skate – so findest du den perfekten Sitz
Nicht nur die Wahl des passenden Skatetyps entscheidet darüber, wie viel Spaß du beim Skaten hast – auch die richtige Größe ist ein zentraler Faktor. Sie beeinflusst maßgeblich, wie gut du die Kontrolle behältst, wie angenehm sich das Skaten anfühlt und wie schnell du Fortschritte machst.
Ein zu kleiner Skate kann schnell zu
- Schmerzen,
- einschlafenden Füßen
- oder sogar Krämpfen führen.
Ist der Skate hingegen zu groß, fehlt dir der nötige Halt. Das hat zur Folge, dass
- du leichter umknickst,
- weniger Kontrolle über deine Bewegungen hast
- und Tricks weniger präzise ausführbar sind.
- Zudem kann es durch ständiges Rutschen im Schuh zu Reibung und schmerzhaften Blasen kommen.
Wenn dir beim Skaten die Füße einschlafen oder verkrampfen, liegt das meist an
- einem zu schmalen Schuh,
- zu festem Verschließen,
- einer ungeeigneten Schnürmethode
- oder an einer Einlegesohle, die nicht zu deinem Fußtyp passt.
Ist der Skate zu groß,
- umschließt er den Fuß nicht kompakt genug.
- Der Druck verteilt sich dann nicht gleichmäßig, sondern konzentriert sich auf wenige Stellen – etwa an den Knöcheln oder dem Zehenansatz. Das führt zu schmerzhaften Druckstellen.
Auch zu kurze Skates solltest du vermeiden – sie können dazu führen, dass sich deine Zehen wundlaufen oder sogar blau werden.
Wie findest du vor dem Kauf die richtige Größe?
Genau hier kommen wir ins Spiel:
Auf unserer Website findest du bei jedem Skate eine modellspezifische Größentabelle mit einer Anleitung und Skizze(n), wie du deinen Fuß richtig ausmisst. Zusätzlich bieten wir dir bei jedem Skate – direkt unter der Größenauswahl – einen Größenfinder mit ausführlicher Beschreibung.
Wichtiger Hinweis:
Bitte orientiere dich bei der Größenauswahl nicht an EU-, US- oder UK-Größen, sondern an der Mondogröße – also der exakten Fußlänge in Millimetern (mm) bzw. Zentimetern (cm).
So misst du deine Fußlänge richtig (barfuß):
- Stelle dich mit den Fersen an eine gerade Wand oder einen Türrahmen (ohne Sockelleiste). Markiere den längsten Punkt des Fußes und miss den Abstand zur Wand.
- Toleranz addieren:
Addiere zur gemessenen Fußlänge 5–9 mm, je nach Dicke deiner Socken und gewünschtem Komfort.
Für Freizeitskater empfehlen wir eher 9 mm Toleranz.
Für ambitionierte oder sportliche Skater reichen oft 4–5 mm. - Mondogröße vergleichen:
Das Ergebnis (Fußlänge + Toleranz) darf nicht größer sein als die Mondogröße des Skates.
Beispiel:
Gemessene Fußlänge = 26,0 cm
Toleranz (z. B. 5 mm) = 26,5 cm
Wenn die EU-Größe 41 eine Mondogröße von 26,4 cm hat, ist diese zu klein – du solltest dann die EU 42 wählen.
Auch die Breite zählt
Ebenso wichtig ist die Passform in der Breite. Aus diesem Grund haben wir alle Skates in fünf Breite-Kategorien eingeteilt:
- Sehr schmal
- Schmal
- Mittel
- Breit
- Sehr breit
Orientierungswerte für die Fußbreite (bei 26,0 cm Fußlänge sind – barfuß, ohne Toleranz):
- 9,5 cm = sehr schmal
- 10,0 cm = schmal
- 10,5 cm = mittel
- 11,0 cm = breit
- 11,5 cm = sehr breit
Die Fußbreite misst du an der breitesten Stelle des Fußes – vom Zehenansatz links bis zum Zehenansatz rechts.
Die Information zur Breite findest du in den Produktspezifikationen des jeweiligen Skates bei uns im Shop. Zudem kannst du bei uns auch nach der jeweiligen Schuhgröße und Schuhbreite filtern.
Die Passformen „sehr schmal“ oder „schmal“ solltest du nur dann wählen, wenn du dir sicher bist, dass du einen sehr schmalen Fuß hast oder wenn du weißt, dass du die optimale Kontrolle und den ultimativen Halt in einem Skate haben möchtest (auch wenn du dafür an Komfort einbüßt).
Hast du z.B. ein ausgeprägtes Fußgewölbe, welches du anhand eines stark, sichelförmigen Fußabdrucks erkennst (beim Laufen mit nassen Füßen), dann wirst du dich wahrscheinlich im mittleren Bereich befinden.
Hast du z.B. eher einen Plattfuß und hinterlässt weniger sichelförmige Fußabdrücke, dann hast du wahrscheinlich eher einen breiten Fuß.
Die Anprobe und Anpassungsmöglichkeiten:
Das Allerwichtigste: Nimm dir Zeit für die Anprobe. Warum?
Ein Skate, in den du mal eben schnell hineinschlüpfst, fühlt sich im ersten Moment meist zu kurz an, denn erst dann, wenn du ihn schnürst, bis in die obersten Ösen und alle Schnallen richtig schließt, nimmt dein Fuß die richtige Position im Skate ein, wodurch er meist viel weiter hinten sitzt als beim Anziehen, ohne den Skate richtig zu schließen.
Die meisten Skates kommen zudem mit einer speziellen Polsterung oder einem Innenschuh mit einem dehnbaren Zehenbereich, welcher erst nach einiger Zeit sowie durch die Erwärmung flexibler wird, sich etwas zusammendrückt und sich an die eigene Fußform anpasst.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass du auch einen Skate, welcher dir anfangs zu eng vorkommt, erst einmal für mindestens 15 Minuten am Fuß behältst.
Einige Skates besitzen die Möglichkeit zur thermischen Formung bzw. Anpassung. Für diese bezahlst du, und die Schuhe sind darauf ausgelegt, dass sie eng sind und damit an den Fuß geformt werden können. Hier bezahlst du für diese Option und solltest deshalb auch Nutzen von ihr machen.
Hierzu und zu vielen weiteren Anpassungs- und Einstellungsmöglichkeiten erfährst du in den anderen Themen unseres Fitting-Guides.
Aber woran erkennst du nun, ob du bei deinem Skate die richtige Größe gewählt hast?
Ganz einfach:
- Mit durchgestreckten Beinen darfst du die Skates vorne leicht berühren.
- In der Skatehaltung (Knie direkt über den Zehen) solltest du jedoch nicht mehr das Gefühl haben, dass deine Zehen gegen die Schale gedrückt werden.
Wichtig ist, zwischen zwei Dingen zu unterscheiden:
- Es ist in Ordnung, wenn der Innenschuh vorne leicht berührt wird.
- Nicht in Ordnung ist es, wenn der Fuß gegen die Außenschale gedrückt wird.
- Seitlich sollte der Skate möglichst kompakt sitzen und eng anliegen (jedoch nicht erdrückend oder schmerzend).
Die richtige Schnürung und Schnallen können viel bewirken!
Schnürsenkel & Schnallen – So sitzt der Skate perfekt
Die perfekte Passform eines Skates hängt auch von den verwendeten Schnallen, Schnürsenkeln und der gewählten Schnürmethode ab.
Wenn der Fuß einschläft oder sich instabil anfühlt, liegt das oft an einer falschen oder zu fest gezogenen Schnürung. Besonders am Spann sorgt zu viel Druck schnell für Taubheitsgefühle oder Schmerzen – während zu wenig Halt in anderen Bereichen zu Blasenbildung oder Unsicherheit, auf Grund von einem zu geringen Halt im Skate führen kann.
Schnürtechniken für besseren Halt und Komfort
Zum Glück gibt es viele Schnürtechniken, die gezielt Druck entlasten oder mehr Halt geben. Von der klassischen Kreuzschnürung über die Fenster-Schnürung bis hin zur Zonen-Schnürung – jede Technik hat ihren Nutzen.
Gerade bei längeren Skate-Sessions oder intensiven Tricks macht eine individuelle Anpassung einen riesigen Unterschied:
1. Kreuz-Schnürung (Standard-Schnürung):
Die Kreuz-Schnürung ist die klassische und am weitesten verbreitete Methode, die bei den meisten Skates und Schuhen zum Einsatz kommt. Sie sorgt für einen gleichmäßigen Halt und ist einfach nachzuvollziehen.
So geht’s:
Die Schnürsenkel von unten nach oben einfädeln:
- Beginne am untersten Lochpaar und führe die beiden Enden von außen nach innen durch die unteren Ösen – sodass der Senkel auf der Innenseite flach liegt.
- Über Kreuz schnüren:
Nimm das rechte Ende, führe es schräg nach links oben durch das zweite Loch (von außen nach innen). Mache dasselbe mit dem linken Ende, das du schräg nach rechts oben durch das gegenüberliegende Loch führst. - Wiederholen:
Fahre mit diesem Kreuzmuster bis ganz nach oben fort. Jeder Senkel wechselt auf die gegenüberliegende Seite und wird in das nächsthöhere Loch eingefädelt. - Schnürung anpassen:
Achte darauf, dass der Druck gleichmäßig verteilt ist. Enger an Stellen, wo du mehr Halt brauchst (z. B. am Spann), lockerer, wo mehr Beweglichkeit gefragt ist (z. B. im Zehenbereich).
2. Fenster-Schnürung (Entlastungsschnürung):
Diese Technik ist ideal, wenn du Druckstellen oder Taubheitsgefühle – besonders am Spann – vermeiden möchtest. Sie lässt bewusst eine Lücke („Fenster“) in der Schnürung, sodass dort kein Druck entsteht.
So geht’s:
- Beginne mit einer Kreuz-Schnürung bis zu der Stelle, an der du Druck vermeiden möchtest.
- Fenster erzeugen:
Anstatt über Kreuz zu gehen, fädle beide Enden des Senkels gerade nach oben – also senkrecht durch die nächsten Ösen auf derselben Seite. Es entsteht ein „freies Fenster“ in der Mitte. - Weiter über Kreuz:
Sobald du den Problembereich überbrückt hast, kreuze die Enden wieder wie bei der Kreuz-Schnürung. - Abschließen:
Binde die Senkel wie gewohnt am Schaft oder verwende ggf. eine Schnalle.
Diese Technik hilft besonders bei einem hohem Spann oder empfindlichen Füßen.
3. Zonen-Schnürung (Druckverteilung nach Bereichen):
Die Zonen-Schnürung unterteilt den Fuß in mehrere Schnürbereiche – z. B. Zehenbereich, Mittelfuß und Schaft – und erlaubt eine individuelle Anpassung des Drucks, je nach Zone. Diese Technik ist bei Skatern, die viel Kontrolle benötigen, aber dennoch Komfort wollen besonders beliebt .
So geht’s:
- Untere Zone (Zehenbereich):
Beginne ganz unten mit einer klassischen Kreuz-Schnürung bis etwa zur dritten oder vierten Öse. Schnüre hier tendenziell etwas lockerer, damit die Zehen genügend Bewegungsfreiheit haben. - Mittlere Zone (Spann/Mittelfuß):
Ab der vierten bis zur vorletzten Öse ziehst du die Schnürung etwas fester an. Hier ist Halt wichtig – aber ohne, dass der Fuß einschläft. Optional kannst du hier ein Doppelknotenpaar setzen, um die Zonen voneinander zu trennen oder gewachste Schnürsenkel, welche nicht einfach nachrutschen. - Obere Zone (Knöchel/Schaft):
Für maximalen Halt schnürst du die oberen Ösen etwas fester. Wenn dein Skate über Schnallen oder Powerstraps verfügt, kannst du diese Zone auch durch deren Einstellung beeinflussen. - Sicher abschließen:
Knoten oder Schleife oben gut fixieren – oder mit einem Lace-Lock bzw. Klettband sichern.
4. Doppelschlaufen-Schnürung (Heel Lock / Lock Lacing):
Diese Schnürung ist ideal für einen besseren Fersenhalt, um das Hochrutschen der Ferse zu verhindern.
Der Vorteil: Sie fixiert den Fersenbereich und verhindert somit Reibung und Blasen.
So geht’s:
- Schnüre wie gewohnt bis zu den vorletzten Ösen.
- Führe dann beide Senkel senkrecht nach oben in die letzten Ösen auf derselben Seite, sodass zwei kleine Schlaufen entstehen.
- Kreuze die Senkel und stecke sie jeweils durch die gegenüberliegende Schlaufe.
- Ziehe fest und binde die Schnürung oben.
Diese Technik „verankert“ die Ferse, ohne den Fuß insgesamt zu stark einzuschnüren.
5. Leiter-Schnürung (Ladder Lacing):
Diese Schnürung ist ideal für einen extra stabilen Halt, bei einem hohem Schaft
Der Vorteil ist ein besonders fester Sitz bei Stunts oder hohen Belastungen.
So geht’s:
- Beginne wie gewohnt mit einer horizontalen Schnürung unten.
- Führe dann jeden Senkel senkrecht nach oben und unter dem horizontalen Teil des anderen Senkels hindurch.
- Ziehe sie straff, sodass sich eine feste, „leiterartige“ Struktur bildet.
Diese Schnürung wird oft bei Militärstiefeln oder einem stark beanspruchtem Schuhwerk verwendet. Sie funktioniert aber auch bei Skates mit vielen Ösen.
6. Über-Kreuz-Lock-Schnürung (Over-Under-Lacing):
Diese Art des Schnürens ist ideal für eine gleichmäßige Druckverteilung und ist somit die optimale Kombination aus Komfort und Halt.
So geht’s:
- Beginne wie bei der Kreuzschnürung, aber mit einer Variation:
In jeder zweiten Reihe führst du den Senkel von unten über Kreuz (klassisch),
in den anderen Reihen dagegen von oben über Kreuz. - So entsteht ein rhythmisches Muster aus „Über“ und „Unter“.
Diese Technik hilft dabei, Druckstellen zu vermeiden und gleichzeitig einen guten Halt zu erzielen.
Arten von Schnürsenkeln
Neben den unterschiedlichen Schnürtechniken gibt es auch unterschiedliche Schnürsenkel, wie z.B. nicht gewachste Standardschnürsenkel, gewachste Schnürsenkel, Anti-Slip Schnürsenkel oder Stretch-Schnürsenkel.
1. Standardschnürsenkel (nicht gewachst)
Vorteile:
- Weich und flexibel, dadurch angenehm am Fuß
- Einfach zu schnüren, auch für Einsteiger gut geeignet
- Kostengünstig und in vielen Farben/Längen erhältlich
- Ideal für Freizeitskates oder als Ersatzsenkel
Nachteile:
- Rutschen leicht auf – besonders bei längeren Sessions oder bei viel Bewegung
- Halten Knoten weniger zuverlässig, können sich lösen
- Weniger präzise Anpassungen möglich
- Bei Nässe dehnen sie sich leicht aus
2. Gewachste Schnürsenkel (Waxed Laces)
Vorteile:
- Durch die Wachsbeschichtung entsteht ein hoher Grip – sie halten fest und bleiben in Position
- Sehr gute Fixierung des Fußes, auch ohne Schnallen
- Ideal für Freestyle Slalom, Urban Skating und technische Disziplinen, wie z.B. dem Aggressive Skating
- Bleiben auch bei Nässe stabil
Nachteile:
- Steifer und rauer im Handling, es entsteht schnell ein zu fester und enger Halt – ungewohnt für Anfänger
- Die Knoten können schwer zu öffnen sein, insbesondere wenn sie festgezogen sind
- Die Wachsschicht kann sich mit der Zeit abnutzen
- Etwas teurer als Standardschnürsenkel
3. Anti-Slip Schnürsenkel (mit Gummibeschichtung oder kleinen Knoten)
Vorteile:
- Eingearbeitete Gummi-Fäden, Knoten oder Silikonbeschichtung verhindern, dass sich die Schnürung lockert
- Sehr fester Sitz, ohne dass Nachschnüren nötig ist
- Oftmals ergonomisch geformt und anpassungsfähig
- Ideal für Speed Skating, Freestyle und Downhill
Nachteile:
- Können schwerer zu schnüren sein (hoher Reibungswiderstand)
- Weniger geeignet für Skates mit empfindlichen Ösen oder filigraner Konstruktion
- Meist etwas teurer
4. Stretch-Schnürsenkel (Elastische Schnürsenkel)
Vorteile:
- Anpassungsfähig bei Fußbewegungen – der Senkel gibt bei Belastung nach
- Sehr bequem, ideal für lange Sessions oder Alltags-Skating
- Kein Druckgefühl, auch bei hohem Spann oder empfindlichen Füßen
- Perfekt für Komfort-orientierte Skater
Nachteile:
- Wenig Halt – nicht geeignet für das Aggressive Skating, Slalom oder Tricks
- Eine lockere Passform kann zu weniger Kontrolle führen
- Geringere Haltbarkeit bei starker Beanspruchung
Spezielle Schnallen für einen optimalen Sitz
Neben den Schnürsenkeln spielen auch Schnallen – etwa mikroverstellbare Schnallen, Ratschenschnallen oder Powerstraps – eine entscheidende Rolle. Sie fixieren den Fuß gezielt, bieten eine zusätzliche Stabilität und lassen sich teils millimetergenau anpassen. Besonders im Bereich des Freestyle oder Aggressive Skating sind Schnallen weit verbreitet, um eine guten Halt und eine präzise Kontrolle mit den Skates zu behalten.
1. Klettverschlüsse
Das ist der Regel ein breiter Klett- oder Textilriemen, der über den Spann oder den Knöchel gelegt wird (45° Strap) und mit welchem die meisten Fitness Skates ausgeliefert werden.
Vorteile:
- Schnelles Schließen und Festziehen
- Gute Druckverteilung über eine größere Fläche
- Ein geringes Gewicht
- Flexibel anpassbar, auch während des Skatens
Nachteile:
- Klettverschlüsse nutzen sich mit der Zeit ab
- Sie sind weniger präzise als Ratschen- oder Mikroverstell-Schnallen
- Bei hoher Belastung kann der Halt nachlassen
2. Disc oder BOA-Schnellverschluss-Systeme
Das sind Drehsysteme mit Drahtseilen, die über ein Rädchen straffgezogen und mit einem Klick gelöst werden können.
Vorteile:
- Extrem schnell zu schließen und fester zu ziehen, auch während dem Skaten
- Eine gleichmäßige Druckverteilung
- Sehr komfortabel, bei allgemein bequemen Skates
- Einhändiges Nachjustieren möglich
Nachteile:
- Defekte sind schwer zu repariere
- Meist teurer als andere Systeme
- Es ist kein individuelles Schließen, bzw. Schnüren möglich. Dadurch sind sie für viele Skater und Einsatzgebiete nicht wirklich geeignet
3. Ratschenschnallen (Ratchet Buckles) und Mikroverstell-Schnallen (Micro Adjustable Buckles)
Diese Schnallen haben in der Regel einen Riemen aus Plastik, welcher durch eine Ratsche geschoben und millimetergenau festgezogen wird. Diese Schnallen werden oft im Bereich des Spanns verwendet (45° Verschluss), aber nicht immer.
Vorteile:
- Sehr präzise Einstellung des Sitzes
- Hält extrem sicher auch bei starker Belastung
- Lässt sich schnell an- und ausziehen
- Besonders langlebig und robust
- Gut geeignet für Skater mit einem hohem Spann oder breiteren Füßen
Nachteile:
- Kann bei sehr festem Sitz Druckstellen verursachen
- Mechanismus kann mit der Zeit ausleiern oder brechen
- Etwas sperriger und schwerer als andere Schnallen
- Etwas teurer in der Herstellung und im Ersatzteilbedarf
- Nicht ganz so schnell einstellbar wie z. B. Powerstraps, bzw. Kletts
- Kann bei falscher Positionierung den Bewegungsradius einschränken
Schnürsenkel und Schnallen zusammengefasst
Mit der passenden Kombination aus Schnürung und Schnallen kannst du Druckstellen vermeiden, den Komfort erhöhen und deinen Skate-Stil verbessern.
Dein Fuß bleibt sicher, gut durchblutet und bereit für jede Herausforderung. Es ist wichtig zu wissen, dass ein anscheinlich nicht passender oder drückender Skate oft doch passt, wenn man sich die Zeit nimmt die Schnürung und Verschlusssysteme an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Sie entscheiden über den optimalen Halt und Komfort
Socken und Footies – Blasen und Druckstellen eliminieren
Skate-Socken
Wenn du beim Skaten länger durchhalten und generell schmerzfrei performen möchtest, können wir dir hochwertige Skatesocken und Footies empfehlen.
Bei den Skatesocken gibt es viele verschiedene und teils sehr spezielle Socken. Es gibt dickere, aber auch speziell dünne, nahtfreie und atmungsaktive Socken, wodurch eine unangenehme Reibung auf der Haut als auch Druckstellen effektiv vermieden werden können.
Einige Skatesocken kommen zusätzlich mit strategisch platzierten Polsterzonen, welche einen zusätzlichen Schutz an stark beanspruchten Stellen wie dem Fußballen oder der Ferse bieten – genau dort, wo es bei längerem Skaten oft zu schmerzhaften Blasen kommt.
Socken verlängern zudem die Haltbarkeit deiner Skates und Liner, da sie den Schweiß absorbieren und das Material der Skates/Liners dadurch schonen.
Footies und Ankle Guards
Noch einen Schritt weiter gehen die sogenannten Footies, also Fußschützer mit einer besonders glatten Oberfläche, die wie eine zweite Haut sitzen. Sie schützen besonders empfindliche Bereiche wie Knöchel, Achillessehne oder den Spann – und machen das Skaten, aber auch das Wandern oder andere, für den Fuß anspruchsvolle Sportarten, deutlich angenehmer.
Gerade bei längeren Skate-Sessions oder intensiven Tricksessions sind sie ein echter Gamechanger.
Footies, wie z. B. die MyFit Footies mit einer Dicke von 3 mm, haben die folgenden besonderen drei Vorteile, weshalb wir von SkaMiDan sie fast immer empfehlen können:
- Getragen auf der Haut und unter den Socken nehmen sie die Reibung der Socken auf der Haut und verhindern somit die Entstehung von schmerzhaften Reibungsblasen.
- Des Weiteren eliminieren sie oft unangenehme Druckstellen im Bereich der Knöchel, des Spanns und der Fußgelenke.
- Zuletzt verbreitern sie den Fersenbereich und bieten damit einen besseren Halt in den Skates. Wenn du z. B. das Problem hast, dass deine Ferse beim Skaten nach oben rutscht, dann können Footies genau das verhindern.
Für alle, für die der Skate hinten bereits sehr eng ist, gibt es auch Footies mit einer geringeren Materialstärke, wie z. B. 2 mm oder 1 mm.
Weitere Varianten von Footies und Ankle Guards sind sogenannte Donut Footies, welche mit einem Schutzring kommen, welcher sich um die Fußgelenkknöchel legt und damit den Druck von ihnen nimmt.
Spezielle Ankle Guards kommen hingegen mit einem speziellen Padding, also einem zusätzlich gepolsterten Bereich, der sich über die Fußgelenkknöchel legt. Die Ankle Guards geben den Fußgelenkknöcheln eine besonders dicke Polsterung und damit Schutz, sind aber nicht zwingend bei Druckstellen zu empfehlen, da sie den Bereich noch enger machen und den Druck weiter erhöhen.
Sie sind eher dafür geeignet, den Bereich weiter auszupolstern, wenn du in deinem Skate noch etwas an Platz zur Verfügung hast.
Gelenke schonen, die Fußposition verändern und Schmerzen eliminieren
Schockabsorber und Einlegesohlen
Schockabsorber – sie können auch deine Druckstellen eliminieren
Viele Skates, insbesondere Aggressive Skates, Urban Skates oder Freeride und Freestyle Skates, sind meist mit herausnehmbaren Schockabsorbern ausgestattet. Die Schockabsorber befinden sich immer unterhalb der Ferse, manchmal unter der Einlegesohle, oft aber auch unter dem Liner, also dem separaten Innenschuh eines Skates.
Diese dämpfenden Elemente spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz deiner Gelenke – sie absorbieren harte Landungen, reduzieren Erschütterungen und schonen so Knöchel, Gelenke, Knie und Rücken.
Besonders bei hohen Sprüngen oder Drops machen sie den Unterschied zwischen einer schmerzhaften oder angenehmen Landung. Das Wichtigste aber: Sie schonen uns und ermöglichen es uns damit, bis in das höchste Alter zu skaten.
Neben all diesen Vorteilen bieten sie weitere, teils unterschätzte, aber wichtige Funktionen, die darüber entscheiden können, ob dir ein Skate an den Fußgelenkknöcheln drückt oder die optimale Länge für deinen Fuß hat:
- Schockabsorber gibt es in unterschiedlichen Dicken bzw. Höhen. Ein Austausch zu einem flacheren oder höheren Schockabsorber verändert die Position deines Fußes im Skate. Sie lassen deine Knöchel tiefer im Skate sitzen oder schieben sie weiter nach oben.
Hierdurch kann dein Knöchel von der schmerzenden Stelle weggeschoben werden und ein zuvor drückender oder schmerzender Skate kann sich zu einem bequemen oder gar in deinen neuen Lieblingsskate verwandeln. - Ein höherer Schockabsorber lässt dich hinten höher stehen. Je höher du hinten stehst, desto mehr wirst du in die Skatehaltung gedrückt, was besonders Einsteigern das Skaten erleichtert, da sie dadurch weniger schnell nach hinten kippen.
Wichtiger jedoch ist, dass der Fuß durch einen höheren Stand auch weiter nach hinten rutscht und du vorne wenige Millimeter an zusätzlichem Platz erhältst. Besonders dann, wenn du zwischen zwei Größen stehst, kann das den kleineren Skate zu einem oder deinem Skate in der perfekten Größe umwandeln.
Einlegesohle – die richtige Sohle kann den Unterschied machen
Neben den integrierten Dämpfern kannst du mit hochwertigen Einlegesohlen gezielt die Passform optimieren. Sie helfen dir nicht nur dabei, Druckstellen zu vermeiden und den Halt im Skate zu verbessern, sondern können auch bei Fußfehlstellungen wie Hohlfüßen oder Senkfüßen gezielt unterstützen.
Achte bei der Auswahl darauf, dass die Einlegesohle nicht zu dick ist. Eine zu voluminöse Sohle kann die Fußposition im Boot ungewollt verändern und den sicheren Stand im Skate beeinträchtigen. Ideal sind flache, anatomisch geformte Sohlen mit stoßabsorbierender Wirkung.
Eine gute Einlegesohle verteilt das Körpergewicht gleichmäßig, stützt das Fußgewölbe und sorgt für ein komfortableres Fahrgefühl – selbst bei langen Sessions.
Einlegesohlen helfen oft bei den folgenden Problemen bzw. Situationen:
- Der Skate drückt oben auf den Fuß
Verwende eine flachere Einlegesohle oder gar eine 3/4-Einlegesohle, um vorne mehr Platz zu erhalten. - Dir schlafen die Füße ein oder sie krampfen
Einlegesohlen können z. B. von unten in den Fuß drücken, besonders im Bereich des Fußgewölbes. Dies kann die Blutzufuhr unterbinden bzw. abschwächen, wodurch die Füße beginnen zu krampfen.
Verwende eine andere Einlegesohle, die besser zu deiner Fußform passt.
Wenn ein Skate drückt, zu wenig Platz im Innenbereich bietet, zu kurz ist oder deine Füße einschlafen,
dann ist ein anderer Schockabsorber oder eine andere Einlegesohle oft bereits die Lösung des Problems – nicht das Auswechseln des Skates (der womöglich wieder die gleichen Probleme für dich mitbringt).
All dies kannst du vor dem Kauf einer anderen Sohle oder eines anderen Absorbers mit den unterschiedlichsten Dingen testen:
- Lege einen kleinen Spülschwamm oder ein paar gefaltete Socken unter deine Ferse und imitiere so die unterschiedlichen Standhöhen, welche ein anderer Schockabsorber mit sich bringen würde.
- Nimm die Einlegesohlen komplett heraus, ziehe die Skates ohne eine Einlegesohle an oder verwende z. B. die Sohle von einem deiner anderen Skates oder Schuhe, welche du im Alltag trägst.
Damit kannst du meist herausfinden, ob ein Wechsel zu einer anderen Sohle eine Lösung für dich darstellen kann.
Hochwertige Skates haben viele Funktionen
Die Optionen deines Skates und dessen Eigenschaften nutzen
Unsere Erfahrung zeigt, dass nicht wenige einen teuren Skate kaufen, der meist mit unterschiedlichen, durchdachten Funktionen ausgestattet ist, welche dann letztlich aber nicht benutzt werden.
Dies geschieht oft, weil der Skate nicht von Anfang an passt. Aber gerade teure Skates sind dafür gemacht, dass sie oft erst angepasst werden müssen, dann aber für die perfekte Passform oder Kontrolle sorgen.
Die typischen Eigenschaften und Funktionen eines hochwertigen Skates sind meist die folgenden:
- Ein thermisch formbarer Innenschuh
Viele Skates sind heute mit thermisch verformbaren Hardboots oder Linern ausgestattet – eine geniale Möglichkeit, deinen Skate perfekt an deine Fußform anzupassen.
Die thermische Formung macht die Skates breiter und beult sie dort aus, wo mehr Platz benötigt wird. Dies funktioniert nur dann, wenn der Skate anfangs eng ist, wodurch Skates oft als zu eng empfunden werden (was sie dann auch sind, wird diese Funktion nicht benutzt).
Das Problem: Nach der thermischen Formung ist es für uns Händler nicht mehr möglich, einen Skate zurückzunehmen, da der Skate damit individualisiert ist und diese Funktion von einem neuen Käufer dann nicht mehr benutzt werden kann.
Bist du dir also unsicher, ob die Hitzeformung eine Lösung für dich darstellt, dann komme gerne auf uns oder den Händler deiner Wahl zu. - Eine thermisch formbare Hartschale, z. B. aus Karbon
Hier gilt das Gleiche wie für die thermisch formbaren Innenschuhe (Liner). - Eine beschneidbare Einlegesohle (gegen einschlafende und krampfende Füße)
Viele Einlegesohlen sind mit Markierungen versehen, wo sie beschnitten werden können. Nutze dies, um krampfende oder schmerzende Füße zu vermeiden. - Eine beschneidbare Manschette bzw. Schaft für einen optimalen Flex und die richtige Verschlussenge
Manchmal möchte man einen Skate enger schließen, als es möglich zu sein scheint. Doch das ist oft ein Fehlschluss. Viele Skates besitzen am Schaft und den Riemen hinter der Schnalle eine Perforation.
An diesen Stellen können die Riemen gekürzt werden, wodurch sie enger geschlossen werden können und der Skate mehr Stabilität und Support bietet.
Auch dann, wenn keine Perforierung vorhanden ist, können die Flügel oder Riemen eines Cuffs bzw. einer Manschette oft gekürzt werden. - Eine rockerbare Manschette bzw. ein Schaft, um dessen Höhe und Position anzupassen
Wenn du das Gefühl hast, dass der Schaft dich zu stark in deiner Bewegung einschränkt oder er gar oben in dein Bein drückt, dann nutze die Rocker-Funktion und stelle den Schaft niedriger oder weiter nach vorne – insofern die Funktion bei deinem Skate vorhanden ist.
Drückt ein Skate beim Abschluss des Schafts unangenehm in die Waden, dann vergeht dieser Druck und die Aufschürfung der Haut in der Regel nach den ersten Skate-Sessions. Drückt der Skate vorne zu stark ins Bein, dann ist der Skate oft zu eng geschlossen oder geschnürt. - Ein austauschbarer Schockabsorber für unterschiedliche Vorteile
Die Vor- und Nachteile bzw. Funktionen hiervon haben wir im vorherigen Thema bereits behandelt. - Ein verstellbarer Rahmen für den optimalen Stand und Haltung
Wenn du schräg in deinen Skates stehst, nach innen oder außen knickst, dann ist das oft ein Indiz dafür, dass die Schuhe nicht richtig gebunden und geschlossen oder schlicht zu groß sind.
Es kann aber auch an der Anatomie deines Körpers sowie an X- oder O-Beinen liegen. Das Einstellen der Rahmenposition kann hier Abhilfe schaffen.
Die meisten Rahmen/Schienen/Frames können sowohl weiter nach vorne oder hinten als auch nach links und rechts verschoben werden.
Kippst du z. B. etwas nach innen, dann stelle den Rahmen weiter nach innen. Kippst du nach außen, dann stelle den Rahmen weiter nach außen.
Es gibt für dieses Problem auch sogenannte "Pitch & Stride Control"-Sets, was oft kleine Plastikkeile sind, die zwischen dem Rahmen und Boot positioniert werden. - Schnürsenkel und Ösen für unterschiedliche Schnürungsarten und Stabilität
Teste die in unserem Fitting-Guide erklärten Schnürsysteme und passe sie an deine Bedürfnisse an.
Wenn du einen Skate richtig schnürst, dann sitzt dein Fuß besser in der richtigen Position und du bekommst im Skate mehr Platz.
Die richtige Schnürung bringt aber auch viele andere Vorteile mit sich, welche wir in unserem Fitting-Guide zum Thema Schnürsenkel und Schnallen detailliert beschrieben haben.
Feintuning durch Fräsen, Zuschneiden oder Ausbeulen
Bei hartnäckigen Druckpunkten oder anatomisch schwierigen Fußformen kann zusätzlich ein behutsames Fräsen oder Zuschneiden helfen. Besonders im Bereich des Knöchels oder bei empfindlichem Spann kann das gezielte Abtragen von Material Wunder wirken.
Aber Achtung: Diese Methoden erfordern technisches Geschick. Hast du dies nicht oder traust du dir dies nicht zu, dann lass dies – wenn möglich – von einem erfahrenen Skate-Shop oder Bootfitter machen.
Unser Tipp für mehr Skate-Komfort
Nutze das volle Potenzial deiner Skates! Die richtige Passform ist entscheidend für die optimale Kontrolle, Performance und den Skate-Spaß. Lass dich im Zweifel professionell von uns oder dem Shop deines Vertrauens beraten, bevor du selbst Hand anlegst.
Es gibt oft auch noch weitere Anpassungsmöglichkeiten – informiere dich deshalb über deinen Skate, am besten bevor du ihn kaufst.
für mehr Kontrolle & Komfort
Liner austauschen oder anpassen
Ein gut sitzender Liner ist das Herzstück jedes Hardboot Inlineskates – er sorgt nicht nur für den nötigen Komfort, sondern auch für präzise Kraftübertragung, eine optimale Kontrolle und den benötigten Platz für die Füße.
Bei vielen Aggressive Inlineskates, Urban oder Freestyle Modellen hast du die Möglichkeit, den Standard-Liner gegen ein hochwertigeres Modell zu tauschen oder einfach gegen einen anderen Innenschuh, der besser zu deinen Füßen passt – und das kann einen riesigen Unterschied machen.
Hochwertige Liner für individuelle Bedürfnisse
Marken wie MYFIT, Reign oder Intuition haben sich auf besonders anpassungsfähige und ergonomisch geformte Liner spezialisiert. Diese lassen sich teils thermisch verformen (heat-moldable) und passen sich so perfekt deiner Fußform an.
Das bedeutet: weniger Druckstellen, bessere Unterstützung und ein direkteres Fahrgefühl – ideal für lange Sessions oder technische Tricks.
Zudem kommen diese auch oft mit unterschiedlichen Funktionen, wie z. B. einer separaten Schnürung, separaten Heel Locks, Klettmanschetten, klettbaren Shockabsorbern und mehr.
Die perfekte Passform und Härte wählen
Beim Liner-Kauf solltest du nicht nur auf die Größe achten, sondern auch auf die Passform (z. B. dünn oder dick), den Härtegrad und die gewünschten Zusatzfunktionen.
Weiche Liner bieten mehr Komfort und Dämpfung, dünne Liner bieten mehr Platz für deine Füße, dickere eine höhere Polsterung, während härtere Modelle für mehr Präzision und Kontrolle sorgen. Je nach Fußform, Einsatzbereich und Fahrstil lohnt sich der Vergleich verschiedener Modelle.
Ein Upgrade, das sich lohnt
Der Austausch oder das Anpassen des Liners ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt, um deine Skates an deine persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Egal ob du Street Tricks fährst, im Skatepark shreddest oder einfach lange Ausfahrten liebst – der richtige Liner kann entscheidend sein und zwar für mehr als nur den Skate-Spaß.
Auch dann, wenn du den perfekten Liner für dich gefunden hast, ist es oft sinnvoll, ihn nach einer gewissen Zeit auszutauschen und zu erneuern.
Fitting Parts
Feintuning mit Gel Pads, Heel Locks & Co.
Nachdem du all diese Dinge beachtet hast, welche wir in unserem Fitting Guide ausführlich beschrieben haben, gibt es noch weitere Möglichkeiten, einen Skate an deine Bedürfnisse anzupassen:
- Spezielle Heel Lock Manschetten
Diese werden oft am Liner bzw. Innenschuh eines Skates angepasst, um ihn weiter oben zu verdicken, das Hochrutschen des Liners zu verhindern und damit deine Ferse an Position zu halten. - Power Arch Manschetten
Diese werden oft benutzt, um deinen Fuß und dein Fußgewölbe in Position zu halten und ein Nach-vorne- oder -hinten-Rutschen des Fußes zu verhindern.
Sie werden in der Regel außerhalb des Skates angebracht, also um den Skate gebunden, und sorgen insgesamt für eine höhere und bessere Stabilität. - Size Adjuster
Mit einem Size Adjuster kannst du die Toe Box deines Skates anpassen, also den vorderen Bereich des Skates.
Diese können z. B. vorne im Zehenbereich so angebracht werden, dass sie den vorderen und oberen Freiraum schließen und dir dadurch einen besseren Halt als auch einen höheren Komfort im Skate bieten. - Gel Pads
Diese sorgen für eine zusätzliche Dämpfung im Fersenbereich, was besonders dann sinnvoll ist, wenn du Knieprobleme oder -schmerzen hast, z. B. vom Laufsport.
All diese Teile und Gadgets bieten dir weitere Optionen für ein optimales Feintuning!
Schau am besten mal in unserer Shopkategorie „Zubehör“, in der Kollektion „Passform, Performance & Komfort“ vorbei und erfahre, welche weiteren Möglichkeiten und Gadgets es noch gibt.